Großbatterien im Netzverbund

...leistungsfähiger, schneller, kompakter als jede andere Alternative bisher

Quelle: WEMAG AG | Luftbild des Schweriner Batteriespeichers

Wemag-Speicher soll beim Wiederaufbau des Netzes nach Stromausfällen helfen

Solarstromspeicher mit dem Regelpotenzial einer 5-MW-Turbine
© Rudolph Kramer / WEMAG AG
28.01.2016: Das Wemag-Batteriekraftwerk in Schwerin erhält ein Upgrade seiner Steuerungssoftware sowie seiner technischen Anlagen. In Zukunft soll es dafür sorgen, dass »das Stromnetz nach Großstörungen schnell wieder hergestellt wird«, um Schäden in Millionenhöhe zu vermeiden, teilt das Unternehmen mit. Bislang werde hierfür rein konventionelle Kraftwerkstechnik genutzt. Im Rahmen des auf drei Jahre angelegten Demonstrationsprojekts namens »Kickstarter« wird die Berliner Younicos AG das von ihr und der Wemag errichtete Batteriekraftwerk um Funktionen wie Schwarzstartfähigkeit, Inselfähigkeit und Integration erneuerbarer Energien im Rahmen von Netzwiederaufbau-Szenarien erweitern. Dadurch verringere sich das Risiko der potenziellen Schäden durch Blackouts deutlich. Die Universität Rostock simuliert dazu anhand eines dynamischen Netzmodells verschiedene Störsituationen, die im realen Betrieb nicht untersucht werden können. Im Falle einer Großstörung bis hin zum vollständigen Ausfall des Übertragungsnetzes müssen Stromnetzbetreiber sowie Anlagenbetreiber gemeinsam die Wiederherstellung der Stromversorgung in den von ihnen betriebenen Netzen koordinieren. Bei einem mehrtägigen Blackout wären in Mecklenburg-Vorpommern erhebliche Schäden an der gesamten Infrastruktur und Probleme bei der Grundversorgung von Bevölkerung und Industrie zu erwarten. »Kickstarter« wird von einem Konsortium bestehend aus der Energieversorgung Schwerin GmbH & Co. Erzeugung KG, dem Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgung der Universität Rostock, der Wemag AG sowie der Younicos AG realisiert und von der Förderinitiative »Zukunftsfähige Stromnetze« des Bundeswirtschaftsministeriums mit 800.000 Euro gefördert. Der 2014 in Betrieb genommene Lithium-Ionen-Speicher hat eine Kapazität von fünf Megawattstunden und hilft mit seiner Leistung von fünf Megawatt, die Netzfrequenz zu stabilisieren, um Wind- und Sonnenstrom besser zu integrieren. Die Akkus liefern ihre Leistung innerhalb von Sekundenbruchteilen und stellen damit das Regelpotenzial einer konventionellen 50-Megawatt-Turbine bereit. Der Bau wurde mit 1,3 Millionen Euro vom Bundesumweltministerium gefördert. © PHOTON

www.wemagblog.com/2016/01/27/eine-batterie-fuer-alle-faelle-wemag-speicher-zeigt-schwarzstartfaehigkeit/

Foto: picture-alliance/dpa/Büttner
Foto: picture-alliance/dpa/Büttner

Share This:

Über energie.tirol 34 Artikel
Die Aufgabe in unserer Zeit ist die Energiewende! energie.tirol schafft die Plattform für Interessierte Hausbesitzer und Betriebsinhaber, welche im Bereich Energie sparen, erzeugen und speichern fundierte Fachbeiträge suchen. ...für 100% saubere und regionale Energie!

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen